Gemeinde-
und Bezirkssuche

Gottesdienst an Palmsonntag

25.03.2018

Der Friedenskönig kommt

 
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Am diesjährigen Palmsonntag säumten Palmzweige den Weg zum Kirchengebäude. Auch im Blumenschmuck am Altar wurde dieses optische Element, welches Bezug auf die Schilderung von Jesu Einzug in Jerusalem (Johannes 12,13) nimmt, aufgegriffen.


«Machet die Tore weit», sang der Chor der Gemeinde zu, «dass der König der Ehren einziehe». Das bedeute, Jesus nichts in den Weg zu stellen und ihm das Tor zum Herzen zu öffnen, begann Hirte Christoph Erni seine Predigt. «Wer ist derselbe König der Ehren?», klang es vom Chor und die Menschen zur Zeit Jesu mögen sich gefragt haben, ob er ein König sei, welcher das Volk Israel vom Joch der Römer befreien und seine Freiheit wiederherstellen würde. Hirte Erni gab eine Antwort, die über die weltliche Perspektive hinausreicht: «Es ist der Herr, gekommen, um alle Menschen vom Joch des von Gott Trennenden, der Sünde, zu befreien und in die Freiheit Gottes zu führen.»


Eine Bibellesung aus Lukas 19,28-40 versetzte die Zuhörer in das damalige Geschehen zurück. Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag, ein Eselfüllen loszubinden und ihm zu bringen. Auf diesem ritt er in Begleitung der Jünger nach Jerusalem, wie es der Prophet Sacharja bereits etwa 500 Jahre zuvor angekündigt hatte. So hiess es im Bibelwort zur Grundlage des Gottesdienstes:


«Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.» (Sacharja 9,9)


Hirte Erni hob das Vertrauen der Jünger und die bemerkenswerte Bereitschaft der Besitzer hervor, das Füllen auf die Worte hin «Der Herr bedarf seiner» ziehen zu lassen. Matthäus 21,5 und Johannes 12,15 nehmen Bezug auf die Prophezeiung Sacharjas und verdeutlichen dadurch, dass Jesus Christus dieser König ist, welcher Frieden in die ganze Welt tragen wird. Er wird als gerecht, hilfsbereit und arm beschrieben ‒ Eigenschaften, die ihn von weltlichen Herrschern unterscheiden.


Hirte Erni beleuchtete diese drei Charakteristika näher. Durch sein Opfer und seine Gnade biete Jesus die Möglichkeit, ohne eigenes Verdienst gerecht vor Gott zu werden. Er sorge ausserdem dafür, dass das Evangelium allen Menschen zugänglich gemacht werde. In seiner Zeit auf Erden konnte Jesus helfen, indem er Kranke geheilt, Hungrigen Nahrung gegeben und Traurige getröstet hat. Heute könne er den Menschen dabei helfen, Sünde zu meiden, nach dem Willen Gottes zu handeln und den Glauben an seine Wiederkunft lebendig zu halten. Die Armut Jesu offenbare sich in seiner Demut, er stelle sich unter den Willen des Vaters. Der Einzug in Jerusalem sei deshalb kein Triumphzug, sondern Ausdruck der Demut.


«Er kannte seinen Weg», ergänzte Priester Thomas Geiger. Jesus hätte den Erwartungen des Volkes nachgeben können, doch er habe den Willen Gottes angenommen und vorbildlich ertragen.