Gemeinde-
und Bezirkssuche

Woche 24 / 2019

18.06.2019

Den Gottesdienstort vom folgenden Mittwoch erblickte ich dank eines weit geflogenen Bogens bereits am Sonntagabend vom Flugzeug aus: Steckborn am westlichen Teil des Bodensees.
Schon die Hinfahrt führt mich durch eine wunderschöne Gegend und nach dem Überqueren des letzten Hügelzugs – dem Seerücken – erhält man einen wunderschönen Blick hinunter auf den Untersee und die Stadt Steckborn.

 
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Leider gibt es dazu keine Fotos, so muss für einmal die Beschreibung genügen. Eine aufnahmebereite Gemeinde erwartete und erlebte mit Bischof Keller und mir zusammen das Wirken des Heiligen Geistes im Gottesdienst. Aus dem Bezirk hatten sich auch die Orgelspielerinnen und -spieler mit Partner eingefunden. Gott ist da! Und wir sind es auch!


Am späteren Freitagmorgen zieht es mich wieder einmal in den Süden. Zuerst mit dem Zug nach Lugano und wie bereits ganz vertraut geht es mit Apostel Rolf Camenzind im Auto weiter. Bezirksapostel i.R. Markus Fehlbaum ist ebenfalls mit dabei, gehört er doch im Augenblick noch dem Vorstand Italien an. Grund für die Reise ist die am Wochenende stattfindende Delegierten- und Bezirksämterversammlung von Italien. Dieses Jahr dient unsere Kirche in Forlì als Tagungsort. Forlì ist die Hauptstadt der Provinz Forlì-Cesena in der Region Emilia-Romagna. Obwohl wir genügend Zeit für die Anreise vorgesehen haben, wird unsere Zeitplanung durch den stockenden Kolonnenverkehr bereits auf der Tangenziale Ovest rund um Milano über den Haufen geworfen. So geht es dann auch weiter auf der rund 360 Kilometer langen Reise. Zum Glück gibt es viel zu besprechen und es wird uns nicht langweilig. Der am Samstag anreisende Bischof Ivan De Lazzari und die Bezirksämter aus ganz Italien haben es nicht besser. Für den Bezirksevangelisten aus dem Ticino heisst es schon beim Zoll in Chiasso umkehren. Sein Navigationsgerät zeigt eine Ankunftszeit von 17.30 Uhr an. Das erste Ferienwochenende in Italien ist der Auftakt für viel Stau bei heissen Temperaturen. Nach der kurz nach 11.00 Uhr beginnenden Delegiertenversammlung findet am Nachmittag, nach einer kleinen Zwischenverpflegung, die Bezirksämterversammlung statt. Nicht die zu behandelnden Themen, sondern die drückende Hitze beschert uns die Möglichkeit für gesundes Schwitzen. In schöner Gemeinschaft klingt der Abend aus und mit einem gemeinsamen Gebet beschliessen wir einen intensiven Arbeitstag, der auch Kraftquelle und Motivation für die nächsten Monate ist.


Strahlender Sonnenschein begrüsst uns am Sonntagmorgen. Zusammen mit den Gemeinden Rimini, Forlì und Modena erleben wir einen Gottesdienst in unserer Kirche Forlì. Auch etliche im Urlaub weilende Geschwister haben sich eingefunden. Eine für italienische Verhältnisse grosse Gemeinde hat sich versammelt. Wiedersehensfreude prägt schon das Erleben vor dem Gottesdienst. Während der vergangenen Jahre durfte ich die Gemeinden regelmässig besuchen, was jetzt etwas anders ist. Ein ad-hoc Chor bestehend aus grossen und kleinen Glaubensgeschwistern erfreut uns mit zu Herzen gehenden Liedern. Das Abendmahl für die Entschlafenen wird umrahmt durch den berührenden Klang von Klarinette und Orgel bzw. Quer- und Blockflöte mit Orgel.


Während dem «piccolo rinfresco» (kleine Erfrischung) nach dem Gottesdienst können wir noch mit den Geschwistern zusammen sein und Gemeinschaft pflegen. Viel zu schnell ist alles vorüber. Es heisst aufbrechen und die Heimreise antreten. Während wohl die Strände am Meer überfüllt sind, kommen wir auf der Autobahn sehr gut vorwärts. Schneller als gedacht erreichen wir Lugano, von wo es in der Folge wieder mit dem Zug weitergeht. Wir sind glücklich, aber etwas geschafft – einmal mehr ist es Sonntagabend geworden.